Bildungsangebot finden

Gewaltprävention in der Jugendhilfe

Von Aggression und Gewalt in Jugendhilfeeinrichtungen sind nicht nur die Jugendlichen untereinander betroffen. Nicht selten werden auch die Betreuenden zu Beteiligten, wenn Konfliktsituationen zu verbaler oder körperlicher Gewalt eskalieren. Oft werden Beschäftigte in Jugendhilfeeinrichtungen allein schon deswegen zur Zielscheibe von Gewalt, weil sie als Vertreter der Institution oder des Systems wahrgenommen werden.

Gewalt entsteht, wenn in einer Atmosphäre großer oder unterdrückter Spannungen persönliche Dinge auf dem Spiel stehen und daraus entstehende Konflikte nicht entsprechend gelöst werden können. Gewaltprävention im primären Sinne setzt daher nicht erst bei der Deeskalation an, sondern schon viel früher, wo diese Atmosphäre erst entsteht. Während bei eskalierender Gewalt die Möglichkeiten des Eingreifens zunehmend beschränkt sind, was zu verständlicher Verunsicherung und häufig Ohnmachtserleben führt, bestehen in der primären Gewaltprävention vielfältige Möglichkeiten, die nicht übermäßig viel persönliche Energie kosten.

Das Seminar stellt die ungeahnten Möglichkeiten der primären Gewaltprävention vor, wenn diese nicht als „Technik“ verstanden, sondern als innere Haltung gelebt wird.

Statt als übersteuerte Ohnmachtsreaktion in Gewalt zu eskalieren, wird ein auf der „Win-Win“ Ebene gelöster Konflikt zu einem echten Entwicklungsfortschritt für beide Seiten.

Die Basisvariablen dafür sind Verständnis der zugrunde liegenden Mechanismen, Wertschätzung der dahinter stehenden Bedürfnisse und das Handlungsrepertoire, dysfunktionalen Erfüllungsstrategien deeskalierend zu begegnen. Hierüber informiert das Seminar.


In diesem Seminar lernen Sie:

  • wie unterschiedliche Realitäten, Bedürfnisse und Strategien die Entstehung von Konflikten begünstigen
  • wie automatische Gedanken zu Gefühlen führen, die dann gewaltvolle Eskalationsspiralen in Gang setzen
  • mit welchen natürlichen Fähigkeiten Konflikten schon in der Entstehungsphase wirksam begegnet werden kann
  • wie man in bereits eskalierenden Auseinandersetzungen dennoch die Brücke zum anderen findet.
Zielgruppe:

Eine Fortbildung für Mitarbeitende im Bereich der Jugendhilfe

Referenten:

Godehard Pötter

Abschlussart:

Teilnahmebescheinigung

Kosten: 129,00 €

Weitere Kosteninformationen:

Zusätzlich haben Sie die Möglichkeit eine Übernachtung im Einzelzimmer mit Dusche/WC inkl. Abendes-sen und Frühstück zu einem Preis von 47,50 € zu buchen.


zurück
Ansprechpartnerin
Sarah Scheepers

Frau Sarah Scheepers
Sachbearbeitung
Tel. : 02852 89-1332


Kurstermine:

  • Bildungsangebotsnummer: LW1583

    Beginn: 23.09.2019 - 11:00 Uhr
    Ende: 24.09.2019 - 16:45 Uhr

Veranstaltungsform: Seminar

Kosten: 129,00 €
Weitere Kosteninformationen siehe Beschreibung

Standorte:
Hamminkeln-Dingden
Klausenhof-Newsletter

Mit dem Klausenhof-Newsletter erhalten Sie regelmäßig Informationen zu den von Ihnen ausgewählten Bildungsangeboten und Veranstaltungen.

Traumapädagogik in der Kita

Dieses Seminar möchte den pädagogisch Tätigen Handreichungen geben, wie sie mit traumatischen Verhaltensweisen und Symptomen umgehen können.

Erfolgreich Gespräche führen mit Eltern in der Kita

Sie lernen die Grundlagen der ‚Gewaltfreien Kommunikation‘ kennen und können anschließend schwierige Situationen offen ansprechen und zu einem konstruktiven Miteinander beitragen.