Versteckt hinter einer schlichten Mauer liegt sie fast unscheinbar auf dem Gelände in Dingden – und wirkt gerade deshalb so besonders: unsere Bruder-Klaus-Kapelle. Nur das dunkle, pyramidenförmige Dach mit seinem goldenen Hahn ragt sichtbar über der Mauer hervor.
Die Kapelle steht unseren Gästen jederzeit zur Verfügung und ist ein Ort der Stille, des Innehaltens und des Gebetes. Auf Wunsch können Gruppen dort einen Gottesdienst halten. Bei Interesse wenden Sie sich bitte direkt an unseren Geistlichen Rektor, Herrn Thomas Königkamp.
Chöre schätzen die spezielle Akustik und verbinden einen Aufenthalt in unserem Haus häufig mit einem Konzert in diesen Räumlichkeiten.
Zum Ursprung der Kapelle
Die Kapelle wurde vom Künstler Hubert Teschlade in Form eines Zeltes gestaltet. Ein bewusst gewähltes Symbol, welches in der christlichen Tradition als Zeichen für Gottes Gegenwart auf Erden steht und an die Worte aus der Offenbarung des Johannes erinnert: „Seht, das Zelt Gottes unter den Menschen! Er wird in ihrer Mitte wohnen und sie werden sein Volk sein“ (Offenbarung 21, 2-4). Die Zeltform der Kapelle steht auch für Bewegung, Veränderung und Begegnung und passt als Symbolbild zu einer Bildungsstätte, in der Menschen für eine gewisse Zeit zusammenkommen, lernen und dann ihren Weg weitergehen.
Hinter der schweren Bronzetür der Kapelle, befindet sich ein dunkler, schmaler Gang, der nur von wenigen bunten Glasfenstern dezent erhellt wird. Umso beeindruckender ist dann der Übergang in den eigentlichen Kirchenraum. Das aus Eschenholz verkleidete, spitz zulaufende Dach, wirkt erhaben und schafft eine Atmosphäre der Weite und Ruhe. Über dem Altar befindet sich ein schlichtes Kruzifix, das fast zu schweben scheint. Von der rechten Seite des Raumes fällt sanftes Licht herein, das die ruhige, andächtige Atmosphäre untermalt. Auffällig ist der bewusste Verzicht auf gestaltete Fenster – stattdessen befindet sich hinter der Fensterfront ein begrünter Innenhof, der eine wohltuende Ruhe ausstrahlt.

Die Bruder-Klaus-Kapelle wurde vom Künstler Hubert Teschlade (1921–2014) entworfen, der gemeinsam mit Wilhelm Gudehege auch die erste bauliche Anlage des Klausenhofs gestaltete. Ihre feierliche Einweihung fand am 25. September 1960 statt – rund 16 Monate nach der Eröffnung der Akademie.
Gegenüber dem Eingang der Kapelle befindet sich ein Reliquiar mit einer Gewandreliquie des heiligen Bruder Klaus. Sie ist in einen schwarzen Stein eingelassen, den Hubert Teschlade selbst bei einem Besuch in der Schweiz fand – im Bach Melcha, unweit der Einsiedelei von Bruder Klaus.
Die Marienstatue rechts vor dem Altar zeigt Maria als kniende, demütige junge Frau – bewusst ohne das Jesuskind dargestellt. Sie stammt vom Düsseldorfer Bildhauer Karl Kluth (1922–2012).
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