Rehabilitationspädagogische Zusatzqualifikation

Die Fortbildung ist für Mitarbeiter in Bereichen beruflicher Rehabilitation eine grundlegende notwendige Weiterbildung

Zertifizierte Weiterbildung für sozialpädagogische Fachkräfte und Ausbilder für die berufliche Rehabilitation

Die Teilhabe am Arbeitsleben ist auch für junge Menschen mit einem besonderen Bedarf ein elementares Grundbedürfnis. Jedoch führen erschwerte Lebenslagen und -bedingungen oft zu ungleichen Chancen. Die Vielfalt von Herkunft, Lebenslagen und unterschiedlichen Beeinträchtigungen unter den jungen Menschen hat zugenommen.

Der Bereich der beruflichen Rehabilitation bringt vielfältige Aufgaben mit sich, die häufig weitere und/oder spezifische Kompetenzen erfordern.

Unterstützungs- und Förderbedarf erkennen, fachliche Anleitung, Motivation und vor allem sozialpädagogische Begleitung sind bedeutend, damit junge Menschen ihre Potenziale erkennen, ergreifen und ausschöpfen sowie erfolgreich in das Arbeitsleben integriert werden können.

Im Rahmen der hier angebotenen Zusatzqualifikation sollen diese Kompetenzbereiche in den Fokus rücken, um junge Menschen in Berufshilfemaßnahmen fachlich und ressourcenorientiert anleiten und begleiten zu können.

Die Weiterbildung umfasst Präsenzphasen, Eigenarbeit über eine E-Learning-Plattform, Protokolle in Form eines Lerntagebuches sowie eine Projektphase:

  • 8x zweitägige Seminare (je 16 U-Std.): 128 UE
  • Arbeitsmaterialien (E-Learning): 56 UE
  • Bearbeitungsaufgaben (E-Learning): 12 UE
  • Seminarprotokolle / Lerntagebuch: 32 UE
  • Transferaufgaben / Seminarbeiträge: 16 UE
  • Projektarbeit / Facharbeit: 76 UE

Der Lehrgang schließt mit einem Zertifikat ab. Die zertifizierte Weiterbildung orientiert sich am § 53 BBiG und erfüllt die Anforderungen gem. § 66 BBiG/§ 42 HwO.

Das Bildungsangebot richtet sich an Ausbilder und sozialpädagogische Fachkräfte in Betrieben und Einrichtungen bzw. Maßnahmen der beruflichen Rehabilitation.

Modul 1: Rehabilitationskunde

Die heterogene Zielgruppe einer Berufshilfemaßnahme verändert und entwickelt sich stetig. Die gesellschaftlichen Veränderungen erfordern eine Auseinandersetzung mit den Gegebenheiten und eine entsprechende Anpassung. Die Beschäftigung mit Grundlagen der Rehabilitation sowie der Haltung im Hinblick auf Heterogenität, Diversität und Inklusion sind hier federführend.

Seminartag 1: Selbstbestimmung und Teilhabe
Seminartag 2: Reflexion betrieblicher Ausbildungspraxis
Seminartag 3: Grundlagen der beruflichen Rehabilitation
Seminartag 4: Gesetzliche Regelungen in der beruflichen Rehabilitation

Modul 2: Menschen in der Rehabilitation

Dieses Modul bearbeitet das Grundlagenwissen im Hinblick auf medizinische und psychologische Aspekte. Die unterschiedlichen Lebenswelten, Beeinträchtigungen und Behinderungen fordern ein besonderes Verständnis und Einfühlungsvermögen. Zudem steht in diesem Modul der professionelle Umgang mit Konflikten, Kommunikationsmethoden und Konfliktlösungsstrategien im Fokus.

Seminartag 5: Verhaltensauffälligkeiten und psychische Störungen
Seminartag 6: Kommunikationsmethoden und Konfliktmanagement
Seminartag 7: Beeinträchtigungen - Behinderungen
Seminartag 8: Diagnostische Grundlagen

Modul 3: Beobachten - Beurteilen - Beraten

Die Begleitung von jungen Menschen in Hilfemaßnahmen ist in jedem Fall eine Einzelfallbegleitung, die ressourcenorientiert ausgerichtet sein sollte. Dieser Begleit- und Förderprozess verlangt sowohl Teamarbeit, fachliche Planung als auch Flexibilität. Die über mehrere Wochen andauernde Projektphase und die abschließende Projektpräsentation sollen dazu beitragen, dass sich die Teilnehmer auf diesen Prozess vorbereiten und einstellen können.

Seminartag 9: Projektmanagement und Projektarbeit
Seminartag 10: Lerntechniken

Modul 4: Junge Menschen begleiten und fördern

Eine professionelle Begleitung und eine fachliche Anleitung setzen voraus, erforderliche Handlungs- und didaktisch-methodische Kompetenzen zu entwickeln, zu reflektieren und auszubauen. Eine angemessene Kommunikation, die Bedeutung eines Beobachtungsprozesses, die Auseinandersetzung mit Förderplanung und Fördermaßnahmen sowie arbeitspädagogische Aspekte bilden die Grundlage für eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten. Entsprechendes Know-how im Hinblick auf Hilfe- und Förderplanverfahren, eingebunden in ein kollegiales Fallmanagement, sind in diesem Zusammenhang maßgeblich.

Seminartag 11: Team- und Arbeitsprozesse
Seminartag 12: Leichte Sprache
Seminartag 13: Individuelle Kompetenzen stärken
Seminartag 14: Teilhabeplanung
Seminartag 15 und 16: Präsentation der Projektarbeit

Sie lernen:

  • Unterstützungs- und Förderbedarfe Ihrer Zielgruppen zu erkennen
  • Junge Menschen professionell anzuleiten und zu begleiten, damit sie ihre Potenziale erkennen, ergreifen und ausschöpfen sowie erfolgreich in das Arbeitsleben integriert werden können.

Melani Beckedahl
Heilpädagogin, Heilerziehungspflegerin

  • Zertifikat

Kursinfo
Kursteilnehmer
Abweichende Rechnungsadresse
Sonstige Informationen
Alle Felder, die mit einem * (Sternchen) markiert sind, sind Pflichtangaben.
Frau Sarah Scheepers
Sachbearbeiterin
Telefon: 02852 89-1332

Foto von Sarah Scheepers
Herr Nico Hochstrat
Bildungsreferent
Telefon: 02852 89-1127

Foto von Nico Hochstrat

Kosteninformationen

Kosten: 2.090,00 €

Inklusive Verpflegung

Für eine Übernachtung im Einzelzimmer mit Dusche/ WC inkl. Frühstück und Abendessen berechnen wir zusätzlich eine Pauschale in Höhe von 71,50 Euro. Falls Sie die Übernachtungen für alle acht Termine sofort buchen, bieten wir Ihnen einen Komplettpreis in Höhe von 540,00 € an

Zeiten/Termine

28./29.11.2025
12./13.12.2025
16./17.01.2026
06./07.02.2026
06./07.03.2026
17./18.04.2026
08./09.05.2026
12./13.06.2026


freitags 09:00 Uhr - 16:30 Uhr
samstags 09:00 Uhr - 16:30 Uhr

Standorte

  • Hamminkeln-Dingden