Verstehen, aber nicht einverstanden sein

Professioneller Umgang mit grenzverletzendem Verhalten von Kindern und Jugendlichen.

Kinder und Jugendliche, die Gewalt, Misshandlung oder Vernachlässigung erlebt haben, zeigen häufig belastendes oder provozierendes Verhalten. Was im Alltag als „schwierig“ wahrgenommen wird, ist dabei oft Ausdruck innerer Not, mangelnder Sicherheit oder fehlender emotionaler Regulation.

Pädagogische Fachkräfte in Kita, Schule und Jugendhilfe stehen täglich vor der Aufgabe, dieses Verhalten fachlich einzuordnen, auszuhalten und zugleich angemessen darauf zu reagieren.

Dabei geht es nicht nur um konsequentes Setzen von Grenzen, sondern ebenso um die aktive Gestaltung von Beziehung, Orientierung und Verlässlichkeit. Herausfordernde Situationen verlangen Empathie, Klarheit und eine stabile innere Haltung. Viele Fachkräfte wünschen sich in solchen Momenten mehr Sicherheit, praxistaugliche Methoden und Strategien, um souverän bleiben zu können, ohne das Kind aus dem Blick zu verlieren.

Diese Fortbildung setzt genau hier an. Sie vermittelt, wie grenzverletzendes Verhalten verstanden werden kann, ohne es zu akzeptieren, und wie Grenzen klar, wertschätzend und wirksam gesetzt werden. Durch praxisnahe Übungen, erlebnisorientierte Methoden und Impulse zur eigenen Haltung wird spürbar, wie eine positive Beziehung zum Kind auch in schwierigen Situationen bestehen bleibt. Ziel ist es, mit Empathie, fachlicher Sicherheit und eindeutiger Haltung handlungsfähig zu bleiben.

Ein klares Nein zum Verhalten, aber ein klares Ja zum Kind.

Erzieher und Pädagogen in den Arbeitsbereichen Elementarpädagogik, stationäre Jugendhilfe, teilstationäre Jugendhilfe, OGS, offene Kinder- und Jugendarbeit und Schulsozialarbeit

I. Von Haltung, Herz und Hurensöhnen! 

  • Die innere Haltung / Was innen ist, ist außen!
  • Das R.A.D. Respekt, Aufmerksamkeit und Disziplin
  • Die Bedeutsamkeit von Regeln und Haltung!
  • Klarheit und Eindeutigkeit
     

II. Connection before correction – der korrekte Typ! 

  • Das emotionale Bankkonto als Grundlage für Konfrontation
  • Grenzverletzendes Verhalten verstehen, aber nicht einverstanden sein!
  • Angemessene Grenzsetzung bei Erhalt einer positiven Beziehung zum Klienten
     

III. Wenn Nervensägen an unseren Nerven sägen! 

  • Nicht nur reden, sondern handeln!
  • Einsatz von sog “Shortcuts” und “Impactmethoden” aus dem Psychodrama
  • Visualisierung von Emotionen
  • Konfrontative Gesprächsführung / die kommunikative Statuswippe
  • Übungen und Spiele zur Förderung der Gruppendynamik
     

IV. Souveränes und sicheres Auftreten in Konfliktsituationen 

  • Raumdurchquerungen / Übungen zur Körpersprache
  • Ringen und Raufen / Kampfesspiele zur Kanalisierung von Aggressionen
  • Deeskalation von Konfliktsituationen über Körpersprache und Einsatz der eigenen Stimme
  • Sanfte Mittel der Selbstverteidigung 

Ingo Melzer
AAT-/CT-Trainer, Trainer für soziale Gruppenarbeit und Konfrontative Pädagogik, Instruktor für Selbstbehauptung und -verteidigung

  • Teilnahmebescheinigung

Kursinfo
Kursteilnehmer
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Sonstige Informationen
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Frau Sarah Scheepers
Sachbearbeiterin
Telefon: 02852 89-1332

Foto von Sarah Scheepers

Kurstermine

Bildungsangebotsnummer: FS0120

Beginn:Mi., 24.06.2026 – 09:00 Uhr
Ende:Do., 25.06.2026 – 17:30 Uhr

Kosteninformationen

Kosten: 399,00 €

Zusätzlich haben Sie die Möglichkeit eine Übernachtungen im Einzelzimmer mit Dusche/WC inkl. Abendessen und Frühstück zu einem Gesamtpreis von 72,50 € zu buchen.

Standorte

  • Hamminkeln-Dingden