Das Angebot nach § 34 SGB VIII, § 35a und § 41 SGB VIII bietet ein dreistufiges Hilfeangebot (drei Level), das Jugendlichen in Einzelzimmern einen strukturierten Weg von intensiver Betreuung bis hin zur eigenen Wohnung ermöglicht. Die Jugendlichen starten in der stationären Wohngruppe „Level I“ und stabilisieren sich. Nach erfolgter Stabilisierung wechseln sie in die nächste Wohngruppe „Level II“. Hier beginnt die Verselbständigung. Sobald der Übergang in Level III (eigener Wohnraum) gelungen ist, werden ambulante Hilfen installiert um die Verselbständigung zu festigen. Der Übergang ins nächste Level erfolgt stets in individuelle Geschwindigkeit.
Die Wohngruppen befinden sich in trägereigenen Bungalows in Hamminkeln-Dingden. In einem ländlichen/kleinstädtischen Umfeld wird ein hohes Maß an Flexibilität durch eine gute Nahverkehrsanbindung sowie hausinterne Fahrzeuge geboten, um Wege zu Schulen, Betrieben, Ärzten, Behörden, usw. zu gewährleisten.
Die Aufenthaltsdauer richtet sich nach dem individuellen Hilfebedarf, in Absprache mit den beteiligten Personen.
Das Team aus pädagogischen Fachkräften und der Unterstützung durch den psychologischen Dienst, ist passend für Jugendliche, die belastbare Bezugspersonen benötigen, die mit ihnen ressourcen- und lösungsorientiert an ihrer Entwicklung arbeiten. Auf Grund des erhöhten Personalschlüssels bietet die Gruppe Rheininsel auch den Jugendlichen und jungen Erwachsenen einen Ort, die aufgrund ihrer Persönlichkeitsstruktur und aktuellem Entwicklungsstand eine engere Begleitung benötigen, als andere Jugendliche im gleichen Alter. So kann ein Installieren von Bildungsmaßnahmen, kürzeren Reflexionsintervallen oder engmaschigere Alltagsbegleitung gewährleistet werden.
Wohngruppe Level I (WG I, 5 Plätze)
Wohngruppe Level II (WG II, 3 Plätze)
Wohnen Level III
Die Gruppen sind geeignet für männliche Jugendliche und junge Erwachsene ab 14 (Level I) bzw. 16 Jahren (ab Level I), die aus verschiedenen Gründen noch ein Nachreifen im Bereich der eigenen Lebensführung benötigen, oder aber in der Perspektive eine Überleitung in ein anderes Hilfesystem brauchen. Die Jugendlichen haben einen erheblichen erhöhten Struktur- und Betreuungsbedarf. Der Zugang zu allen Leveln ist auch für einrichtungsfremde Jugendliche möglich.